Kanarienvogel-Museum in der Grube Samson, St. Andreasberg

Vögel haben schon immer das Herz der Menschen erfreut. Sei es der Gesang oder das Verhalten oder die liebenswerte Zutraulichkeit.

Gerade der "Harzer Roller" hat den Bergleuten und Bewohnern in den oberen Regionen des Harzes in der kalten Jahreszeit die Zeit vertrieben, sei es, um den Vögeln einen bestimmten Gesang beizubringen, oder aber Käfige zu bauen in Heimarbeit, die in Mengen zum Transport benötigt wurden. Sicherlich stand auch der finanzielle Aspekt bei diesen Arbeiten Pate.

Nun hat St.Andreasberg, insbesondere der Stadtheimatpfleger Jochen Klähn mit der Gründung und Inbetriebnahme des Kanarienmuseums eine alte Tradition wieder hochleben lassen.

Für uns, die wir die Vogelzucht betreiben als Erhaltung alten Kulturgutes, als Landesverband des Landes Niedersachsen und Bremen, im dem die Vereine zusammengefasst sind und der ein Bestandteil des DKB (Deutscher Kanarienzüchterbund) ist, wollen wir unseren Anteil dazu beitragen, das gerade dieses Museum auf unserer Homepage einer möglichst breiten Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

Mit Akribie, Fachkenntnis und viel Liebe wurden hier Originale zusammengetragen, die manch einer gar nicht mehr kennt. Gerade diese seltenen Stücke sind es, die einen Besuch lohnenswert machen.

Durch viele Schenkungen alter Züchter und auch aus dem Fundus der Stadt kam eine enorme Menge Material zusammen, das sich sehen lassen kann. Zu erwähnen ist auch die fachkundige Führung durch das Museum und natürlich die ausführlichen Beschriftungen der Exponate. Mit jeden Besuch helfen Sie, den Standort dieses außergewöhnlichen Museums zu stützen.

Diesem Museum kommt eine wichtige Aufgabe zu, das Vergessen alten Kulturgutes zu verhindern, das so unverrückbar mit dem Harz verbunden ist, wie der Bergbau und die Viehzucht. Spätere Generationen sollen hier Anschauungsunterricht erfahren und erleben können.

Gerade aus den Hochlagen des Harzes hat der Gesangskanarienvogel einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Exporteure wie Samblebe aus Goslar oder Blume aus Kreiensen haben die Vögel publik gemacht und in fernste Regionen transportiert. Natürlich unter katastrophalen Bedingungen. Selbst auf der Titanic waren Vögel aus unserer Region, die für New York bestimmt waren.

2000 wurde dann ein Förderverein gegründet für dieses Museum, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch Fördermittel und Spenden dieses Museum zu unterstützen. Der Verein zählt etwa 150 Mitglieder, die uneigennützig Hilfe leisten.

Es sei auch noch bemerkt, das dieses Museum einzigartig ist in Deutschland. Gepaart mit dem Standort der Grube Samson ergeben sich aus den Gaipelwärterwohnungen die idealen Räumlichkeiten für dieses Museum.

Alle Informationen zu Anfahrt und Öffnungszeiten finden Sie unter http://www.harzer-roller.de/.